Montag, 1. Juni 2009
Weil sich die Brust der süßen Zahnarzthelferin leicht gegen meinen Kopf drückt, kann ich für einen kurzen Moment die unangenehmen Geräusche und das Geschabe in meinem Mund vergessen.

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Wenn man seine Idee erst einmal in ein anderes Hirn verpflanzt hat, dann muss man manchmal ein wenig abwarten. Aus der Idee wird ein Keim und mit Glück eine Pflanze, es fängt in dem anderen an zu arbeiten und die Idee wird größer und größer. Und ist plötzlich überhaupt nicht so unrealistisch - zumindest mal ausprobierungswürdig.

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Samstag, 30. Mai 2009
Der schönste Moment ist eigentlich immer genau der nach der Wende. Wenn ich mich kräftig vom Beckenrand abstoße, anderthalb Meter unter der Wasseroberfläche dahingleite, lang ausgestreckt, den Blick direkt auf den Boden gerichtet, somit die Wirbelsäule schön gerade, die Kacheln an mir vürüberziehen sehe, das Wasser am intensivsten um mich herum spüre und dann merke, wie ich langsam in Richtung Oberfläche strebe und mich wieder bewegen sollte.

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Freitag, 29. Mai 2009
Das Reisen selbst finde ich oft schöner als das Ankommen. Es tut so gut, unterwegs zu sein.

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Ich fühle mich nicht wirklich gut dabei und denke in mir, dass es nicht korrekt ist. Gewisse Dinge, Krankheit, Tod und noch so einiges andere, wünscht man einfach niemandem. Umgekehrt kann es einem ja genauso treffen - und dies schneller als man denkt. Aber manchmal kommt in mir so eine fiese Schadenfreude hoch.

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Donnerstag, 28. Mai 2009
Unterwegs mit der Eisenbahn.

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Wäre ich eine Comicfigur, hätte ich jetzt gerade wahrscheinlich "UFF" geschrien.

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Mittwoch, 27. Mai 2009
Etwa fünf Minuten stand die U-Bahn an dem einen Bahnhof. Der Zug war voll und trotzdem habe ich in dieser Umgebung niemals eine solche Stille wahrgenommen. Niemand unterhielt sich, keiner telefonierte. Alle schienen vom Tag müde zu sein. Oder sie lasen in ihren Büchern und Zeitschriften. Leise hörte ich nur die Musik aus den Ohrstöpseln meiner Banknachberin. Und dann sagte es doch irgendwann: "Bitte zurückbleiben."

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